17 Jahre vergingen vom Grundstein bis zur endgültigen Einweihung auf Grund der Meinungsverschiedenheiten und der damaligen technischen Ausrüstung eine geradezu kurze Zeit. Der Kölner Dom übrigens benötigte 632 Jahre zur Vollendung.
Im Innenraum der Kirche fanden sich ähnlich kühne und meisterhafte Werke, die neben der Sandsteinkuppel den Weltruf des Gotteshauses ausmachten. Die Orgel von Gottfried Silbermann, vom großen Komponisten Johann Sebastian Bach höchstselbst bespielt, war ein Meilenstein der Orgelbaukunst. Die figürlichen Ausmalungen in der Kuppel von Giovanni Battista Grone, mit Allegorien
der christlichen Tugenden und den Evangelisten, schöpften aus der barocken Bildersprache und erzeugten eine verblüffende Raumwirkung. Schließlich ist der steinerne Altar von Johann Christian Feige zu nennen barocke Bildhauerkunst als „Predigt aus Stein“.